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Freitag, 25. November 2011

Schöner schnauben



Der Erhaltungszustand ehemaliger Stallgebäude ist oft zweifelhaft bis ruinös. Zwar wurde bei Bau und Unterhaltung von Scheune und Pferdewohnung alles gegeben, da hier produziert wurde und somit das Wohl oder Wehe des Hofes entschieden. Eher litt das Wohnhaus, wie auch bei Gesundheitsfragen das Vieh Vorfahrt haben musste.
Aber jeder Bauer klebte an einer anderen Ackergegend und somit in verschiedenen Wirtschaftswelten. Dazu die Übernutzung der letzten 70 Jahre und der anschliessende Leerstand und nutzungslose Verschleiss.
Der oberste Punkt der Wohlfühlskala für Nutzviehunterbringung kann für Norddeutschland klar gezeigt werden: Ein Pferdestall von 1909, erbaut als Teil eines Mustergutes von einem in anderen Branchen reich gewordenen Unternehmers.
Selbst die durch die Zeit gegangenen Originalzustände im Bau sind glamourös: Sattelkammer mit Parkett und Täfelung gleicht einer Bibliothek, die Decke in Stahlbetonausführung und die Pferde puschten gegen feinstes Steinzeug, bevor sie sich am Wasserspeier die Lefzen netzten.
So homogen wie in der DDR-Propaganda war die "Klasse der Gutsbesitzer" nie, von der Edeladelschwemmschicht ging es hinab zum etwas grösseren Bauern, der unter dem Schuldenberg wackelte wie andere Dorfbewohner auch und oft mit nichts als seinem Adelstitel oder tadelloser Körperhaltung den Hof vor der Aufsiedelung verlassen musste.

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