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Freitag, 26. August 2016

Kinderarbeit, altdeutsch



Über die lächerlichen Versuche, durch Garantieversprechen von 5 Jahren bei neuen Baustoffen langlebige Enkelsicherheit anzutäuschen, wurde hier am Platz schon gelästert.
Bei der Materialsuche für eine Scheunenrekonstruktion fielen die echte Dauerläufer in`s Auge: Dieser ordentliche Stapel handgeformter Lehmsteine wurden  um 1924 gefertigt und harrte seither auf Verwendung. Da die laufende Hofproduktion durch ach so kleine Hände anscheinend flutschte, baute sich ein Vorrat auf, der Dachlecks und Rote Armee überstand. Nach dem Krieg fielen solche Grünlinge als "unmodern" aus der Verwendung.
Die eingeschriebene Zahl ist eine Notiz der Produktionsleistung und diente vielleicht der Abrechnung, falls die eigene Brut doch einmal in die Schule musste und Tagelöhner übernahmen.
Zusammengesetzt und durchgemengt wurde die Rohmasse natürlich mit der Hand und da wurde es genommen, wie es kam. Diese Steine überraschen mit solider Härte, sind schlagzäh und durch Beimengungen aller Fraktionen im Teig sehr widerständig, selbst bei Bewitterung.
Der Lehm aus dem Baugrube war lange Zeit auch der Mörtel für den Maurer und insgesamt hatten die Bauern einiges an Lehmwissen, was heute schon verschwunden ist.
Wie sie Ihre Dreschtenne mit einen Lehmschlag belegten, der auch nach Jahrhunderten stoisch die Schläge quittiert, macht Ihnen heute keiner ohne interdisziplinäre Forschungsgruppe nach.

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