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Sonntag, 14. Februar 2016

Staken in der Scheunenwand



Es erfreut, wenn die neuen Besitzer alter Gebäude von sich aus gerade die alten Bautechniken und deren Anmutungen erhalten und wieder herstellen wollen. Ohne Anforderung durch den Denkmalschutz oder die Knute des engen Geldes.
Beim Näherkommen springen dann aber die Probleme aus dem Gebüsch und verstellen den Weg des guten Willens.
Hier wurde ein neuer Dachstuhl auf den ausgeschlagenen Bestandsfachwerkkäfig gesetzt und die nötige statische Ertüchtigung unterlassen. Die Umverteilung der Kräfte, die Erosion der Holznägel wie auch der Schwellenwechsel haben die ursprüngliche Verspannung der Staken im Fachwerk gelockert. Dadurch rutschten die Holzstäbe aus den Nuten und die Fächer kippen heraus.
Hier nun wieder die Bedingungen der Erstellungszeit herbei zu rufen, bedeutet nur viel Arbeit, ist aber kein Hexenwerk.
Schwierig wird es mit der Rezeptur des Lehmbewurfes, wenn sich nichts in den Unterlagen des Druiden oder Dorfkleibers entziffern lässt. Denn diese Masse muss anschmiegsam, zäh und von guter Struktur sein, um sich allein durch die Holzrippen im Fach zu halten. Um die Bewitterung und auch Schlagregen auf Dauer zu widerstehen bedarf es der Zugabe einer grobkörnigen Steinfraktion, die ein Ausspülen verhindern kann. Dies alles in dem echt begrenzten Angebot der unmittelbaren Umgebung des Hofes zu finden und auf das Beste zu verarbeiten: da können wir vor der Erfahrung und Intelligenz des platten Landes nur in die Knie gehen.
Nicht das es unmöglich wäre, aber auch mit Faserzuschlag und Flechtwerk entsteht eine Oberfläche, die selbst auf der Südseite einen hohen Pflegeaufwand verlangt.

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