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Dienstag, 11. Dezember 2012

Feng Shui, der Exorzist

Wenn die Subkultur des Gehirns nach oben drängt, können Künstler und Psychologen in ihren Grenzen Entlastungen bieten. Wo jedoch gefühlte Nebenwirkungen, Gedankensmog und sensibel empfangener Zeitgeist zu Taten rufen, muss es in der Wohnung rappeln. Es soll sich etwas in der Höhle ändern, damit wir uns von den Räumen angenommen und geborgen fühlen...
Entweder wird nun geplant, gehämmert und gehobelt oder aber gefühlt, gependelt und gewusst.
Dann ist ein FengShui-Berater erschienen.
Voller Verständnis erfolgt die Raumanamnese, rasch die Bedrängung erkannt, die aus der Wohnstruktur zwangsläufig strahlt: Auf unseren Durchschlafwillen, Schulnoten, wohl auch auf abseitige Partnerschaftswünsche. Deutlichen Drang zur Beutelschneiderei zeigt der kecke Vertreter, welcher den jetzigen Stand des Bettes für hochgradig ungesund erkennt, aber den "gesunden" Aufstellungsort nur nach nochmaliger Bezahlung verraten wird...
Für solch geschwurbelten Exorzismus könnte man sich leicht einen dauerhaften Dielenboden legen lassen, aber der kann ja leider die ganzheitliche Persönlichkeit nicht auffangen und das ganze Leben in die wahre Richtung drehen.
Weshalb sich durch bewölkte Aussagen und plumpe Allgemeinplätze die Geldbörsen so aufreissen lassen? Vielleicht weil keine harten Fakten den Erfolg anzeigen können, sondern nur die eigene Empfindung urteilt. Diese wird ganz sicher hochgestimmt von der hohen Investition, welche man seinem Körper und Geist gönnte.
Aber wieso Geist? Was kann an der Feststellung überraschen, dass es sich schlecht vor der Eingangstür ruhen lässt oder ein WG-Durchgangszimmer nicht anheimelt? Eine dunkle schmale Kammer nur bei kurzen Stippvisiten lustvoll ist und ein muffiger Geruch die Stimmung drückt?
Der Glauben. Trotz 200 Jahren Aufklärung suchen Menschen einfache Erklärungen auf die verwirrende Umwelt, beten Weihnachtswichtel an, möchten den Geist per Telefon heilen und lassen Politiker zum Volkswohl arbeiten, aber nur "so wahr ihnen Gott helfe"!
Aber ob Akkupunkturgeomanten, Mayadater oder Finanzberater: Eigenes Wissen ist deutlich hilfreicher in der Abwehr des Bösen.

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1 Kommentare:

Am/um 11. Dezember 2012 um 17:34 , Blogger Connie meinte...

Danke für diesen Beitrag!

Und der Geist aus dem Waser-Loch ist auch vorzüglich!

Ich wünsche Ihnen weiterhin eine so geschliffene Beobachtungsgabe und mir das Vergnügen an Ihren Beiträgen (oder die Belehrung durch diese)

Schöne Tage!

C. Müller-Gödecke

 

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