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Donnerstag, 18. Oktober 2012

Herr Wichmann zeigt es uns

Alle gepflegten Vorurteile über Politiker oder pauschal "diedaoben" werden schwieriger, je näher die geschmähten Personen kommen. Wie in der Provinz (die es wohl auch in Zukunft noch geben wird), wo die Probleme kleinteilig werden und die Arbeit konkret ist. Wo man schnell aus dem Zuschauersessel gebeten werden kann, um selbst etwas zu sagen oder gar zu tun.
Wenn Lokalpolitiker auf einen schwarzen Fluss sehen, wechselt er auch nicht mal schnell die Farbe: je nach Parteizugehörigkeit. Der Fluss bleibt schwarz und tot und der lokale Arbeiter des Volkes machtlos zwischen Arbeitsplätzen, Wahlaussagen und der globalen Wirtschaft.
Welcher Arbeit sich ein Oppositonspolitiker machen kann und welche Gemütsstruktur wohl dazu erforderlich sei, zeigt der zweite Film von Andreas Dresen über den CDU-Landtagsabgeordneten.
Der Dokumentarfilm ist angenehm ruhig: hier erklärt keine Sprecherstimme "Was bisher geschah" und kein Untertext die sonstigen Details, es fehlt die Stimmungsmache durch Musik.
Es gibt nur die Kamera und Henryk Wichmann und mit jeder Minute wächst der Respekt vor diesem Uckermarkpolitiker, der sich so ernsthaft für seine Wähler einsetzt und interessiert. Der die kleinen, aussichtslos scheinenden Schritte täglich trappelt, elendig viel Auto fährt und wenig bewegen kann. Die  Dinge sind komplex und manchmal absurd, wenn eine Lösung gelingt, blitzt die Hoffnung auf Vernunft unter den Menschen auf.
Diese Arbeiter im Weinberg der Parteien gibt es viele und sie lassen ahnen, welche Arbeit das Zusammenleben macht und wie wenig davon durch Verwaltung und Gesetzen erbracht werden kann. Wer schafft den grossen Rest? Das Ehrenamt, der Nachbar, der Verein?
Da muss wohl Lenins Köchin ran und wieder an viele Türen klopfen.

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