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Dienstag, 11. September 2012

Schlammfarbe trifft Rohholz



Brettergiebel wurden in nicht so fernen Vergangenheiten gern aus gefühlter Sparsamkeit und Fürsorge mit dem ständig anfallenden Altöl gestrichen. Über die anständige Wirkung dieser Entsorgungshandlung wird manchmal noch orakelt, aber die Giftigkeit der mineralischen Abfallöle (gern der Schwärze wegen gemischt mit Ruß) steht heute sehr fest. Seht die Rohholzwände an, dort weiden die Faltenwespen und die Springspinnen jagen und schön doch, wenn kein Ölgeruch in die Nase steigt.
Müssen aber rohe Bretter, die dem Wetter trotzen, nicht gestrichen werden? Dies hängt vom gewählten Holz ab: Lärche, Robinie und Eiche haben durch ihre Inhaltsstoffe eine starke Widerstandskraft, oft halten Farben auch nur schlecht auf diesen frischen Brettern. Wenn sie einige Jahre abgewittert sind, bildet sich eine graue Schutzpatina, sie können dann aber auch bestrichen werden. 
Bei Kiefer, Fichte und Pappel ist jedoch ein Anstrich geboten, für große Flächen sind die schwedischen Schlammfarben die erste Wahl. Seit 1616 wird ein Nebenprodukt der Kupfererzgewinnung mit Getreidemehl zu dieser Nationalfarbe verarbeitet, durch die enthaltenen Silikate von Blei und Aluminium und dem Kupfervitriol ist eine fungizide Wirkung sicher. Das gewohnte Rot ist nicht mehr allein: es gibt auch grau und schwarz.
Für alle Akzente und Außenseiten von Tür und Fenster gibt es dann die Leinölfarben: Lichtecht und über Jahre flexibel werden alle Holzbewegungen mitgemacht. Da muss die Industriefarbe noch üben.

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