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Montag, 16. Juli 2012

Verschattete Landkanten

Wenn in den metropolenfernen Flecken der Letzte das Licht ausmachen wird, um danach in der Stadt zu wohnen, ist der Nachruf schon gedruckt. Wahrscheinlich wird mit "plötzlich" und "unerwartet" verlogen, was lange absehbar war: Die Kulturlandschaft gibt es nicht mehr, die bleibende Fläche teilt sich in Agrarsteppe und Siedlungsreste, unterbrochen von einer Autobahn und dem vergessenem Gewerbegebiet, welches unter Solarkollektoren steckt.
Wie die Politik reagieren wird, ist leicht vorhergesagt: Zuerst werden neue Chancen verortet, dann an die Wählerinnen und Wähler appelliert. Schliesslich gibt es Förderungen für den Abriss der aufgegebenen Häuser im Dorf - ein solches "Schandfleckprogramm"wird gerade in Thüringen vorbereitet. Endlich Prämien für de Aufgabe unrentabler Siedlungen mit kriminell geringem Konsum. Der öffentliche Nahverkehr und Stromanschluss sind da schon im Reich der Sagen und Erzählungen angekommen (die Kosten!).
Komplett unrentable Bewohner agieren in neuen Freiräumen mitten in Europa - diese Vision von einem Ende der bekannten Welt konnten die expressionistischen Dichter Jakob van Hoddis, Alfred Lichtenstein und Else Lasker in ihren dämmernden Weltenden noch nicht erschauen.

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