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Freitag, 20. September 2013

Zugangskontrolle

Die Abgrenzung zum Restdorf wurde bei den Vorbewohnern unserer Höfe schon penibler betrieben. Während heute erhoffte Ansehnlichkeit die Zaunhöhe und Torgestaltungen bestimmen, mussten die Zutrittsregeln seinerzeit nicht dem Auge schmeicheln, sondern sicher funktionieren.
Der Hof war zuerst Wirtschaftsbetrieb mit etlichen Arbeitskräften, Händler wollten ins Geschäft kommen, Hausierer überleben, Boten Nachrichten überbringen,  Tagelöhner mitarbeiten. Da der Bauer bei der Arbeit weilte und die Bäuerin nicht weniger anpackte, musste auch die Magd die Welten leicht  getrennt halten können. Der Hund konnte zwar an der Kette bellen, aber nicht bei der Einlassentscheidung helfen.
Aber wehe, wenn es dunkelte! Nicht grundlos gehörte der Bericht der sieben Geisslein über einen ungebetenen Besuch zur Instruktion des Nachwuchses. Denn den späten Türklopfer erhellte kein Hofscheinwerfer und zur Betrachtung hätte die Nachttür geöffnet werden...
Blieb nur die Stimme als Ausweis der wahren Absichten. Nun konnte das geübte Ohr nach der Kreide in der Meldung suchen.
Durch die Sprechöffnung konnte die Botschaft bis hinab zum Flüstern passieren. Dies beschleunigte auch das Ausbreitungstempo der Gerüchte: ohne lärmende Toröffnung den neuesten sozialen Kitt ausgetauscht.

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