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Samstag, 2. Juni 2012

Pflanzenfresser

Was hier so aufdringlich und platzfordernd das Bild ausfüllt, sind die Blütenstände einiger Süssgräser. Wer nur einen Rasen statt einer Wiese besitzt, kennt selbstredend solche Auswüchse nicht, höchstens als Beipackung zu seinen fair gehandelten Blumen.
Der Krieg gegen die Pflanzen ist schon lange eröffnet, aber es gibt leider keine Regeln und Gefangene werden nicht gemacht. So ist der Mensch frei in seiner Wahl der Waffen und kann nach Belieben die Feinde ernennen und Begründungen nachschieben. Alles was ohne Pflege und Chemie hochkommt ist ungewollt und also wahlweise Ungras, Unbaum; Unkraut.
Wer die Ordnung und Friedhofsruhe der Agrarflächen mag, muss natürlich handeln. Mähen und schreddern war gestern, heute wird modern abgeflammt und vergiftet. Die Werbung für Pflanzengifte, auf die alle Grünhasser gewartet haben, zeigt die Richtung an: Was wir nicht wollen, ist unser Feind. Das Mittel "Round up" ist laut Werbeaussage schnell biologisch abbaubar und harmlos für Biene und Fisch. Aber wenn der Hersteller "Monsanto" heisst, sollte klar sein, das wir es hier mit dem agrarmilitärischen Komplex zu tun haben: Gentechnisch werden Pflanzen konstruiert, die das Wirkmittel vertragen. Alle anderen Pflanzen werden mit dem Breitbandherbizid erledigt. So wird auch der Umbruch von Wiesen und Brachflächen eingespart: Der Pflanzenfilz wird aufgeschnitten, das Maiskorn (für das "Bio"gas!) mit Druckluft in den Boden geschossen, dann alles mit Round up geflutet. Landwirtschaft 2.0.
Da Schmetterlinge keinen Honig bringen und Amphibien nichts bestäuben, wird Ihr Fehlen vom modernen Menschen nicht zu bemerken sein.
Nun ist das Mittelchen im zivilen Sektor angelangt und wird dort sicher immer gewässerfern, sparsam und sachgerecht eingesetzt.

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