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Sonntag, 29. April 2012

Biberkolonie

Der Biberschwanz ist eine der ältesten Formen eines Dachziegels im germanischen Raum. Durch Klostergründungen kam die Kunst der Herstellung und Gebrauch von Dachziegeln mit den ausgesandten Mönchen in die heidnischen, neu eroberten Gebiete.
Diese Dachbedeckung ist auch heute noch die schwerste und teuerste (und in der Verwendung mit handgestrichenen Exemplaren vom Aussterben bedroht). Ein Klassiker, den die Pilger auf den Türmen ihrer Wanderziele sahen und welcher die rote Farbe als Signal für öffentliche Gebäude ins Kartenwerk brachte. Um die grosse Erzählung von dieser Kulturtat abzukürzen und das Rotkäppchen zu meiden hier rasch das Urteil: Diese Ziegel sind alle Mühen wert.
Da ist die Haltbarkeit des Materials: trotz Mängel in der damaligen Technologie besteht die Mehrheit die jährlichen Frostwechsel der letzten 250 Jahre und wird nach Bergung und Sortierung weitere 250 Jahre bestehen. Dies ist anständig in Zeiten, wo heutige Hersteller sich für 10 Jahre Garantie feiern lassen.
Aufwändig ist die Herstellung der Walme und Firsten , denn sie werden mit Mörtel verstrichen. Vorher aber einzeln angepasst und mit Draht angehangen, da ist Geduld verlangt. Aber diese Verlegung ist dauerhafter als die trockene Verlegung und bietet keinen Platz für Vogelnester. Doch durch die Struktur und Rauheit des Ziegels ist nicht nur das Bild solcher Dächer lebendig: auch für Fledermäuse und Insekten entsteht ein Siedlungsraum.

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