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Samstag, 5. Juni 2010

Kap der bösen Ahnungen


Wer etwas durch die deutsche Kulturlandschaft gewandert ist, kennt die Unsterblichkeit von Blasmusik und Kunstschmiedeprodukten. Die jungen Bundesländer protzen an ihren Bauten wenig durch Schmuck oder gar Bauherrenkunst. Aber dauerhafte Zeugnisse aus handgeformten Metallen künden von vergangenem Zeitgeschmack oder preisen in unlesbaren Kürzeln die Mantras der Zwischenepoche. Dies wird in absehbarer Zeit das Futter für künftige Soziologiestudenten abgeben, noch dazu in einem abgeschlossenen Sammelgebiet.
Damit auch die Leser sich eine erste Blüte in das Herbarium pressen mögen, interpretiere ich obiges Sammelbild.
Nach der Verwandlung von privater Bauern in Genossenschaftsmitgliedern wurde in der DDR an den Organisationsformen der Agrarbetriebe immer weiter gebastelt. Unter den Schlagwortleisten: Zentralisierung, industriemäßige Produktion in der Landwirtschaft, Spezialisierung, Kooperation wurde die Produktion von Tieren und Pflanzen getrennt verhandelt. Zur Entfremdung vom Eigentümerstolz und Bauerntum gesellte sich die Abkehr von bäuerlichen Wirtschaftskreisläufen hinzu. Die entstehende Betriebsgrössen können sich paradoxerweise im kapitalistischen System recht gut behaupten, aber reden wir nicht von den Trugbildern des Fortschritts.
KAP war eine gängige Abkürzungsbenennung für Kooperative Abteilung Pflanzenproduktion, also die Struktur, welche auf die Erzeugung von sämtlichen brauchbaren Pflanzenteilen getrimmt wurde.
Für ein Staunen und Raunen und das gesuchte Gefühl der Fremdheit wurde dieser Betriebstitel auf den Giebel gebannt.

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