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Dienstag, 12. Januar 2010

Weisses Band und russischer Sommer


Das Landleben wird im Kinofilm oft genug nur als Kulisse benötigt, auf das sich das Drama und die hauptrollenden Helden besser abheben mögen.
Aber, aber: nicht bei Herrn Haneke!
War ich nach seinen bisher geschauten Filmen (Cache, Bennys Video, Funny Games) doch schon erleichtert, beim "Weissen Band" ohne ein Würgemal am Hals entlassen zu werden. Sicher lässt er einen ungestählten Zuschauer wieder sehr allein mit seiner Sicht der Dinge, die nunmal alle Handlung, auch in weiter Ferne, nur in einem Trichter einer Wurstmaschine enden lassen kann.
Aber ich fand ein modernes Thema angepackt: Der Glaube, nur mit einer Religion ein ganzer Mensch zu sein und Werte besitzen zu können. Wieviel Elend diese Verblasenheit damals (neben der Hoffnung auf die reinigende Kraft der Gewalt) entfaltete ist ergreifend gezeigt, wie klein auch die Erwachsenen sind: Gestalten, denen alle natürlichen Regungen abgeschält wurden, die Riten selbst für eine geglückte Mahlzeit benötigen.
Heute allerdings? Nimmt die Verblendung kräftig zu nach dem Anschein von Aufklärung, Logik und kontinentaler Gewaltwäsche: Egal wie die Religion sich nennt, (ich pack auch gern alle abgesonderten Formen hinzu als da sind: Sekten, Wachstumsanbetung, Liebeszauber, Kartenlegen, Mondmarmelade, Aberglauben , .... -bitte mehr eintragen-), Gottesglaube hat das Zeug, den Unfrieden zwischen den Menschen bis zum Konflikt hochzukochen. Im Film war es nur der Kampf gegen die Natur der Heranwachsenden, aber als Bild finden wir sofort heutige Verblendungen.
Jedem, dessen religiösen Gefühle nun arg gedrückt sein mögen sei gestanden: meine atheistischen Gefühle werden selbst jeden Tag schwer verletzt und ich habe nicht mal einen Paragraphen, den ich satteln könnte.
Aber Hoffnung naht! Ende Januar werden wir gesunden! An der Menschenliebe, die Lew Tolstoi zu seiner Zeit umfassend verstand und versendete. Die ganze damalige Welt hing an seinen Schriften, doch die Familie!? Die war etwas disparat, immer so konkret und kann ja sowieso nur unterschätzt werden.
Auch dieser durch sein Leben so heile Mensch kann nicht ganz den Kreis abrunden, aber dieser Film hat mehr Humor als .... (bitte eintragen) und bringt Tränen jeder Sorte spielend aus uns hervor.
Nach soviel Winter meine grosse Empfehlung.

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1 Kommentare:

Am/um 3. März 2010 um 18:44 , Anonymous Anonym meinte...

Ja, wahrscheinlich deshalb ist es

 

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