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Sonntag, 3. Februar 2008

Die Brennstoffpolizei


Aller Regulierungseifer rund um das Terrorgas Kohlendioxid verspricht keine besseren Ergebnisse als die hehren Kämpfe gegen ungeklärte Abwässer und steigende Energiepreise. Die Liste der Vorschriften wird abkontrolliert, am Auspuff geschnüffelt und Bußgeld verteilt. Was aber in meinem Abfluss landet und im Ofenloch verschwindet, bleibt meiner Unkenntnis überlassen. Da der Wunsch nach umfassender Gerechtigkeit nichts für die Praxis ist, wird vernünftiger Umgang im Stoffkreislauf auch erst im Nirwana gewürdigt. Wieviel an alten Wissen ist schon verweht! Was früher nicht der Erwähnung bedurfte, muss heute mit Fachbüchern und Seminaren erläutert werden: Holz muss trocken und naturbelassen sein, bevor es in den Ofen darf. Dies ist auch bei optimaler Lagerung nicht in einem Jahr zu erreichen, also sollte ein Lager für den dreifachen Jahresbedarf vorhanden sein. Alles gepresste, beklebte, imprägnierte, lackierte Material ist kein Heizstoff, auch Papier ist tabu. "Müll im Ofen-Gift im Garten!" stanzte ein Hersteller warnend in die Ofentür. Ob dieser Zeigefinger gelesen und befolgt wird, muss in Zeiten bezweifelt werden, wo auch gelbe Säcke und Bodenbelag als wertvoller Heizstoff behandelt werden. Wenn ein Fahrtraining den Spritverbrauch um 5 % senkt, wird gejubelt und geprahlt. Bei richtiger Ofenfahrweise sind 40 % Verbrauchssenkung real- aber als Gesprächsstoff unsexy. Die dunkle Ahnung: Bald beprobt der schwarze Mann den Holzhaufen, vor der Ortswärmekommission muss DIN-gerecht prüfgeheizt werden. Wer durchfällt, darf mit zwangsweiser Elektroheizung rechnen. Wahlweise kann auch eine Mineralölfirma gegründet werden.
Wie teuer muss der Brennstoff Holz werden, damit er gebührend behandelt wird?

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