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Dienstag, 10. Januar 2012

Wandgeflüster


Graffitti und andere spontane Wandbemalungen sind auf dem Lande kaum als Problem zu sehen. Deshalb wird Ihnen immer noch gern der Status der Weltläufigkeit, der Bereicherung, gar der Kunst eingeräumt. Jede Modewelle läuft schliesslich auf dem flachen Lande leise aus.
Aber mitgeteilt werden muss, die Hauswand ist da schwarzes Brett, gleich den Pompej`schen Wandsprüchen gilt das gekritzelte Wort. Der Bahnhof ist das ursprüngliche Biotop für alles, was nicht vertwittert werden kann. Nach Schliessung der lokal gerühmten Toiletten neben den Geleisen und des einsamen Bahnhofstresen müssen die Bekenntnisse nun an die Fassade: vermutete sexuelle Präferenzen der Mitbürger, Fakten wie "Wir sind hier nicht in Seattle, Michael!" oder auch knapp und deutschlich: "Deushland die deuschen" (Originalschreibe).
Wo es gar noch zum Witze reicht, sparen auch hastig Durchreisende nicht mit Anerkennung.
Oh Lob der märkischen Sparsamkeit: Hier wird nicht mit Lackfarbe geballert, nicht in die Scheiben oder Polster geritzt, nein,hier wird die tradierte Schulkreide verwendet. Armut ist immer noch der beste Denkmalschutz.
Die subventionierte Abstrahlerei der Fassade mit voller Kraft hat den Blendklinkern deutlich mehr geschadet.
Wäre zu schön, wenn sich jemand der zum Kauf angebotenen Bahnhöfe auf der Strecke annähme.

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