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Dienstag, 8. Juni 2010

Klandestine Abende


Wen es auf`s Land, das Flache da draussen, verschlägt, der fühlt sich in seiner kulturellen Daseinsfürsorge arg vergessen. Es scheint ihm gar, das Fernsehen und die drei Dudelsender hätten alles an medialer Verstrahlung übernommen und der Wunsch nach Läuterung durch Gespräche, soziale Geräusche und gegenseitige Anteilnahme sei mit ihrem Erscheinen verschwunden. Im Veranstaltungsteil der Lokalzeitung ist der Notruf der anonymen Alkoholiker die prickelndste Botschaft.
Aber im Verborgenen, da leben auch noch Leute. Idealisten und Liebhaber ausgefallener Steckenpferde öffnen gern Ihre Häuser, es gibt Lesungen, Film und Vorträge. Warum wird solch lobenswertes Abendwerk nicht weit verkündet, nur verflüstert?
Die GEMA, dieses zentrale Geldverteilungsbüro hält sich in seiner Gebühren- und Honorarstruktur lieber an bewährte Methoden: Die kleinen Veranstalter, die nicht wegducken wollen, werden mit horrenden Gewinnunterstellungen gemolken, derweil nicht nur der Teufel auf den großen Haufen gern noch etwas aufwirft. Wer sich in das Regelwerk dieser zentralen Regulierung (während der strengen Jahre eingerichtet) begibt, kommt darin um. So reformunfähig wie große Teile des Parteienstaates sind auch diese Behörden, das Gewandes des Freundes der Künstler passt schon lange nicht mehr.
So leuchtet es ein: Das öffentliche Licht runterdimmen und seine eigene Geselligkeit pflegen. Mit den neuen Techniken und dem Internet ist kein Aufheben nötig, die Musikindustrie hat den Schuss schon gehört.
Wenn aber ein Kinoabend mit unsicherer Besucherzahl gern 100 Euro kosten soll, derweil jede Opernkarte mit einem Mehrfachen subventioniert wird, hört jede Diskussion auf.
Manchmal ist Kultur ja auch hier mehr als die Ansammlung von Mikroorganismen.

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