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Samstag, 13. März 2010

Bäume legen


Wenn wir die Errichtung des Dachgebälks von Anfang bis Ende betrachten wollen, steht das Holz am Anfang. Doch schon kommen wir zu spät!! Denn gepflanzt wurden die Bäume vor 100 Jahren. Der Waldbau ist ein tragisches Geschäft, immer Arbeit für andere Menschen. Aber als Entschädigung bietet er mehr als jeder andere Beruf den generationsübergreifenden Blick und vielleicht den Zugang zu weiteren Einsichten als zum nächsten Lohntag oder Wahlabend. Welcher deutsche Philosoph käme nicht aus dem hohen Wald oder hat diesem zumindest eine Zuschreibung in den deutschen Seelenzustand eingeräumt!
Zurück zum Holz: dessen Eigenschaften werden natürlich stark von den Wuchsbedingungen bestimmt, wir können aber schon bei der Ernte für eine Erhaltung der guten Holzqualität wirken.
Wichtig ist der Zeitpunkt der Fällung und dazu wird traditionell der Wintereinschlag zur Zeit der Saftruhe gepriesen. Von Martini (11. November) bis Lichtmess (2. Februar) zirkuliert der Saftstrom sehr gering und das dann geschlagene Holz schwindet und verdreht sich nicht so stark, auch sind die attraktiven Inhaltsstoffe für Schädlinge geringer enthalten. Sicher kommt aber auch die traditionelle Arbeitsverteilung über das Jahr als Grund dazu, das der Winter für diese Arbeiten genutzt wurde.
Da die Stämme früher in reiner Handarbeit zu Balken gebeilt und zu Brettern gesägt wurden, könnten sommergeschlagene Bäume hier weniger Widerstand geboten haben und die Arbeit leichter gewesen sein. Bei Untersuchungen historisch verbauter Hölzer wurden auch grosse Anteil von sommergeschlagenem Holz gefunden.
Wir werden es nicht erproben, sondern die gefällten Fichten ausmessen und im Wald zu den benötigten Bauhölzern laut Liste schneiden lassen.

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