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Sonntag, 13. Dezember 2009

Wunsch und Wirklichkeit


Der erste Schritt auf`s Land ist auch der Beginn der Bewusstseinsspaltung, die Realitäten spreizen sich und viele Leerplätze wollen vollgestellt werden. Welches Leitbild für unser Leben im Gelände bietet sich an, welcher Folklore wollen wir huldigen?
Ein Festpunkt ist das Leben der Vorbewohner, auf dem Dachboden und im Schuppen findet sich wunderlich Gerät und das Interieur spricht von atavistischen Gebräuchen in tiefergelegten Wohnstandards. Aber nach dieser Entdeckungsreise? Beginnt das Rennen der Vorbilder: Fernsehen, IKEA oder doch eigene Bilder? Wo sehen wir uns in der Zukunft ?
Auf einer sonnig Terrasse überm üppiggrünen Garten, von Pferdeschnauzen gestupst, den selbstgepressten Saft am Hals. Positive Leitbilder müssen sein, denn staubig und grau und straff riechend ist der Weg dahin. Aber herrlich jedes Beginnen.
Nur rasch zwei Seifenblasen platzen lassen:
Nein, "auf dem Land" gibt es nicht mehr Natur als in der Stadt, sondern erschreckend weniger. Die Dichte an Tieren und Pflanzen, die Vielfalt auch an geschützten Arten in der Stadt Berlin kann Brandenburg und Mecklenburg nicht aufweisen. Wo auch sollte in der durchgeplanten Agrarsteppe eine Biotopvielfalt herkommen? Oder im Monoforst?
(Es bleibt nur der eigene Hof. Im Garten gibt es Chancen, wenn man keine Katzen einstellt und das Chemie-Waffenarsenal entsorgt. Nistkästen, heimische Heckenhölzer, Obstbäume, das ganze Programm. Also Insel im Meer.)
Und nein, in den Dörfern wohnen keine Bauern. Vielleicht einige Landwirte, eher noch Landarbeiter und deren Nachfahren. Damit Erfahrungswissen für den Hausgebrauch. Aber die naturnahe Kreislaufwirtschaft bäuerlicher Prägung findet nur noch im Geschichtsbuch und im Heimatfilm statt.

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