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Donnerstag, 3. September 2009

Schöner empfangen


Die Zeit der Hausmarken und Botenjungs war geruhsamer als heutiges papierloses Geplapper, soviel steht fest. Als Briefe auch an Haushalte ohne Dienstmagd gingen, ersetzte der messingverkleidete Briefschlitz in der Wohnungstür die direkte Annahme. Dafür wurde das Stockwerk in die Adresse aufgenommen.
Nach dem Krieg wurde der Normbriefkasten gemein, aber schöner wird die Welt nicht durch eine Vorschrift.
Blechkisteln, die nichts von dicken Zeitungen wissen und nach zwei Tagen dicke Backen machen, scharfkantige Schaurigkeiten und Ergebnisse volkskünstlerischen Gestaltungswillens erschrecken das Auge. Chrom, Mattglas und wertige Anmutung sollen die Ideenarmut verdecken.
Dabei gab es schon vor siebzig Jahren einen getischlerten komfortablen Briefkasten, der einen rückwärtigen Paketraum enthielt und bestätigte, dass mit etwas Geist aus den gewohnten Dingen erfreulich praktische Schönheiten entstehen können.
Aber daran gebricht es augenscheinlich, wenn die billigen Augenqualen auch noch gepfählt vor dem Haus ausgesetzt werden.

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