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Montag, 27. April 2009

Deckschichten


Nun geht ja berechtigt die Angst herum, bei alten Häusern gäbe es nach dem Kauf jede Menge Unerfreulisches zu entdecken. Gutachter her, Maklerprosa hin: Kaum ist das Geld aufs Konto der Verkäufer gerutscht, verliert das Haus seine Hemmungen und guten Manieren. Prompt präsentiert es sich von den schlechtesten Seiten: War der Riss schon immer dort und warum ist er über Nacht so enorm gewachsen? Wie können die Ameisen solche Maulswurfshügel unter den Dielen hervorholen und diese Staubhaufen hier waren alle mal in den Dachsparren als Festholz vorhanden?
Ohja, unbekannte Wunderwelten lassen den Betrachter zwischen Glück und Schrecken wandern. Nun behilft sich das Hirn mit Trosttechniken: dem selektiven Sehen und der Projektion. Dort werden die Schafe grasen und hier kommt ein Sonnenfenster hinein. Über den Standort der Sonnenuntergangsbank ist man sich schnell einig, nur über die Farbe der künftigen Haustür wird noch erbittert gerungen.
Alles gedankliche Meidbewegungen, normale Abwehrreaktion auf die einstürzenden Bausignale. Diese lesen, dechiffrieren und in ein System hineindenken ist das nächste grosse Ding und die beste Sparmassnahme obendrauf.
Manchmal aber, sieh fein hin, kommen unter zivilen Nutzungsschichten auch Schätze hervor: Terazzo, Solnhofner Platten oder Parkett überdauerten eine Modewelle und können nun befreit ihre Qualitäten zeigen. Verbreitungsgebiete: Enstehungsjahre zwischen 1925 bis 55, häufig in Nutzbauten von Bahn, Post und Militär.

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