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Mittwoch, 4. März 2009

Bier-Isotopen-Verfahren



Wer nicht einen geübten Rückgriff auf sein Baustofflexikon hat, kann sich durch Fundstücke die ungefähre Bauzeit vorsagen lassen. Leitfossilien sind natürlich die ungezielten Hinterlassenschaften der Erbauer. Frühstücksreste unter Dielen und in Zwischenwänden sind auskunftsstark. Das warenkundliche Lexikon oder noch besser ein Markenführer des deutschen Konsums helfen, die Brüche in der Warenwelt terminlich zu deuten. Zigaretten als Zeigerpflanzen sind gern gesehen, aber Vorsicht: Selbstgedrehtes wuselte durch alle Zeitzonen. Mit der Schachtel ist es einfacher und gefundene Zeitungen in Türlaibungen und unterm Linoleum kann jeder lesen und verorten.
Bier ist von hoher Funddichte und schon die Frage der Abfüllung führt uns in die getrennten teutschen Welten ein: Eine Bierbüchse kennen war in Ostberlin die eine Sache, aber sie unter Hallo in der Brigade vertilgen und zerknüllt der heiligen Bauerde zu übergeben eine undenkbar andere.
Stimmungshinweis auf der (privaten) Baustelle wird auch durch den Fundort der Flasche gegeben: Mit der Öffnung nach aussen in den Giebel vermauert bedeutet: Hier war Spannung in der Kelle.
Denn solcherart gelagert konnte der herbstliche Wind auf Jahre jämmerlichste Töne aus der Flasche heulen und den ratlosen Bauherren gemahnen: Lasset nie die Arbeiter austrocknen und haltet sie treulich fern von Bier aus grünen Flaschen.

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