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Montag, 15. Dezember 2008

Bauwerksmarker



Die Medizin ist recht zart geworden, wenn es gilt, neue Erkenntnisse einzusammeln. Immer leiser wird in den Blutbahnen gefischt, mit klitzekleinen Markern gekeschert, um dort dümpelnde Nachrichten aus fernen Organen abzukupfern.
Das neuerworbene Haus wird dagegen schwungvoll in Besitz genommen: Raus mit Trödel und Linoleum, weg mit allem Alten und was Neues hergebaut. Dieser Schwung reisst aber auch Dinge in den Schlund des Containers, die uns etwas von den alten Hauszeiten flüstern können. Denn die Bauarchive sind bei ländlichen Häusern oft schmallippig und unwillig. So muss die Hausforschung (mit Hammer und Kuhfuss als Stethoskop) sich an den Muffel des Dachbodens oder den Schlamm des Kellers heranrobben, immer auf der Suche nach Indizien und Beweisen.
Aber bei Fachwerkbauten kann es sich schnell um Siedlungsplätze mit 600 Jahre Geschichte handeln. Nicht nur in Abortgruben sind Siedlungsspuren hinterlegt, bis zum Jahr 1990 wurde oft Müll auf dem Dorf komplett auf dem Grundstück oder in lokalen, ungesicherten Müllhalden vergraben. Daher gilt es, die Augen und den Geist bei jedem Kabelgraben offen zu halten.
Profane Massivbauten sind selten älter als 200 Jahre in der Landschaft, auch lässt sich hier vieles am Hochbau schlussfolgern oder herauslesen.
Auch jüngste Geschichte ist zu haben, etwa wenn in Lodz ein russischer Gullydeckel von 1910 und ein Telefonverteiler der Reichspost in einem Gebäude überdauerten.

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