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Samstag, 29. November 2008

Kaminmütze


Wer die bunten Bilderfolgenstrippen (vulgo: comic strips) immer noch als kulturvernichtend markiert, an dem ist der Sprachwitz von Erika Mann (Micky & Donald-Untertitelschöpferin) wie auch die Dichte des universellen Denkweltgebäudes der Simpsons ohne Gewinn vorbeigegangen. Doch wer Spitzwegs Witz leugnet und die Moritaten der Bilderbögen links liegen lässt wird wohl am Monument von Busch, Wilhelm bremsen müssen und den Hut ziehen.
Denn auch Vorschülern mit Lesegrausen ist das Bild in die Netzhaut eingebrannt, auf dem Max&Moritz die Hühner der Witwe durch den Kamin angeln. Damit kann trefflich die Struktur des geführten Herdrauches in mitteleuropäischen Häusern repetiert werden und die Rutschbahn zum Stararchitekten ist geölt.
Aber nicht nur die bösen Pubertanten hatten darin ein Einfallstor, auch die gesammelten Niederschläges jedes Jahres nässen sich in die mürben Mauern und bringen den Ruß in kleinen Bächen an den Herd zurück.
Der Grund für diese massive Schornsteinausführung samt grosser Öffnung? Einerseits wird ein beabsichtigter geringer Zug vermutet, um keine glimmenden Partikel auf die oft mit Reet gedeckten Dächer zu schleudern. Aber auch die Statik könnte so ausgelegt worden sein, dass die Esse zur Not auch allein stehen konnte.
Gegen das einfallende Wetter helfen keramische Abdeckungen allemal formschöner als die geflügelten Blechabdeckfiguren.

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