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Donnerstag, 15. Mai 2008

Schlafställe


Der Wandel der hoch gepriesenen Kulturlandschaft in eine industrielle Nähr-& Kraftstofferzeugerindustrie ist seit langem mit hohem Tempo unterwegs. Durch die Anpassung der sozialisisch begründeten Strukturen an die marktkapitalistische Formen der EU werden die Folgen jedoch drastisch erfahrbar: Landflucht ist nicht länger nur eine Vokabel aus dem Mittelmeerraum.
Jetzt gestatten sich auch Politiker einen Blick in langbekannte Entsiedelungszenarien der ländlichen Räume von Brandenburg und Mecklenburg, denn nun beginnt der Zersetzungsprozess die Kosten zum Berg aufzuschieben. Dieser wird immer den Zeitstrahl entlang weiter verschoben: nur dort lagern ja schon reichlich ungedeckte Schecks auf die Zukunft.
Die Wirtschaftgebäude alter Art sind für heutige Produktion unpraktisch. Dem Abriss entgehen sie nur, wenn ein neuer Zweck die Hülle beleben kann. So einladend die grosszügigen Räume für selbstgebastelte Loftideen auch sind: vor jeder Umnutzung ist ein Antrag beim Bauamt zu stellen und ohne Architekt sollte diese Reise nicht begonnen werden. Oftmals künden Risse im Mauerwerk von unzureichenden Fundamentierungen und an die heutigen Anforderungen ans Energieverhalten von Wohngebäuden hat niemand bei der Errichtung gedacht.
Aber die Hüllen der Schmieden, Mühlen und Ställe sind vorhanden und diese lebendig zu halten heisst auch: Kulturgut sichern.
Leider ist der Zug durchgefahren, mit Fördermitteln den Altersschnitt und das Geschlechterverhältnis in lebensfähige Bereiche zu heben. Denn schizoides Denken verhalf z.B. der Eigenheimförderung zum grandiosen Scheitern im ländlichen Raum: zu "Wintergärten" euphemisierte Glaskästen: gefördert! Eine Sanierung alter Bestandshäuser, um mit Kindern eine innen wohnende Toilette zu bekommen: Nein! Für den Altbau sowieso nur die Hälfte... ja, falls es in diesen weissen Flecken im Herzen Europas weiterhin lebendige Dörfer geben sollte: an der Landesförderpolitik hat es nicht gelegen.
Für die Mathematiker unter uns die kleine Hausaufgabe: wie hoch wäre die verlorene Förderung an jeden Neusiedler im ländlichen Raum Brandenburg ausgefallen, wenn die Subventionsgräber (Cargolifter, Chipfabrik, Lausitzring) aufs flache Land und deren Strukturen geleitet wären?

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