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Dienstag, 18. März 2008

Trappers Fernseher


Das Feuer ist aus der Stadt verschwunden. Gezähmt im Knallgastreibling und verschwiegenen Kellerheizungen soll es die hohen Temperaturen noch geben, aber ohne rauchende Mitmenschen samt Gasherd gäbe es weder Streichholz noch den Anblick der offenen Flamme. Verständlich, das die Aussicht auf ein Lagerfeuer ein fettes Argument für endgesättigten Nachwuchs ist.
Aber was dann übers Knie gebrochen wird, ist oft nicht artgerecht.
Zum echtes Lagerfeuer gehört das Nachtlager und die Möglichkeit der Essensgarung. Dazu die Gemeinschaft, die mit den Augen an den Flammen hängend Geschichten in sich hochsteigen spürt, sich ordnet, ausspricht. Aber der ausbleibende Gesang lässt erahnen, wieviel Kultur von der Technik vertrieben wurde. Biwakphilosophen hängen der gültigen Formulierung für den "Verlust durch Gewinn" nach. Dann erscheinen Mond und Sterne und wir bekommen Pippi in den Augen: weil wir kein Sternbild mit Namen kennen oder gar mit dem Finger drauf verweisen können.
Der erste Schritt zurück ist eine korrekte Feuerstelle. Weit weg von allem Brennbaren. Keine Riesenscheiterhaufen. Tiefer gelegten Ziegelboden für das leichte Ausfahren der Asche und sichere Glutverwahrung. Menschliche Abmessungen, um hineinkullernde Kinder noch am Kragen packen zu können und mit einem Feuerbock Klassiker zu garen. Sauberes, trockenes Holz, keine Kartonberge (Ascheregen droht). Rotwein vor, Bier hinter der Bank. Rücken warm halten. Auf glänzende Augen warten.

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