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Donnerstag, 16. September 2010

Energetisch gesehen


Das wir fast alle nötigen Güter schon produziert haben und nicht ständig neu an der Werkbank um Wachstum beten müssen, erscheint irreal. Wahr ist: Wir befüllen die Mülltonne immer hektischer und haben die Herstellung reparabler, langlebiger oder gar vererbbarer Produkte ohne Modeturbo gründlich verlernt. Wen erregt es noch, wenn in der Verpackung unserer Lebensmittel mehr Energie steckt als im Käse selbst?
In der Scheune wurden etwa 6500 Ziegel verbaut, davon mussten 2000 Teile verworfen werden, weil sie beschädigt waren, die Materialprobe nicht bestanden oder als Halbsteine vorlagen.
Mit einem Putztisch, guten Hämmern und der Liebe zum Detail können mit 20 Mannstunden etwa 900 Ziegel aus den Gefachen gelöst, geputzt und auf Paletten gepackt werden. Da muss das Handgelenk natürlich mitspielen und die Fingerchen sollten am nächsten Tag den Hammerstiel noch freudig umfassen wollen.
Bei den 4500 gewonnenen Ziegeln sind also 9 Kubikmeter Ziegelmasse anzusetzen. Heute werden dafür 13.500 Megajoule verlorener Primärenergie gebraucht und 1,2 to Kohlendioxid in die Freiheit gesetzt. Zur Bauzeit dürfte die Effizienz des Energieeinsatzes ein Fünftel betragen haben (vor dem Hoffmanschen Ringofen ein Zehntel), für unsere Altgebäude und eine Steinstadt wie Berlin wurden also die Wälder und Kohlenreviere verheizt.
Dieser Energiehunger im Bau besteht weiter, der Wechsel zur nachhaltigen Produktion scheint in unserer Gesellschaft nicht erwünscht und in der kapitalistischen Wirtschaftsweise nicht möglich zu sein.
Wer aber will schon Steine putzen? Vielleicht noch in Holzpantinen, bitteschön?! Diese Arbeit wurde von den Bearbeitern des Arbeitsamtes als "unzumutbar" klassifiziert. Überlebenstechnologie für Nachkriegszeiten, nix mit Medien.
Für unseren zweiwöchigen Einsatz können sich die globalen Mitmenschen, die sich immer auf der anderen Erdhälfte herumtreiben müssen, ein Prösterchen mehr leisten und die "Kohlendioxidausgleichsablass" für`s gute Gewissen runterhandeln.
Mit wem eigentlich?

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