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Montag, 15. Dezember 2008

Die Kunst der Fuge



Auch Unmusikalisten wie der hiesige Autor können sehr wohl etwas zur Bedeutung der Fuge verlieren. So bescheiden sich dieser ausgefüllte Spalt zwischen zwei Bausteinen oder Fliesen auch geben mag: er beeinflusst enorm. Denn in der Fläche prägt er die Erscheinung einer Wand ebenso wie die Anmutung des Bodens. Deutlich ist es beim Pflaster, beim neuen Terracottabelag oder dem Fliesenbild gleich gegenüber der Sanitärkeramik.
Aber entscheidend waltet die Fuge im Sichtmauerwerk. Der Reformer des preussischen Bauwesens K.F. Schinkel hat sich mit der Beförderung der Backsteinkunst wahrlich prägend in die Landschaft geschrieben. Es gab schier nichts im Bauwesen des Landes, was er nicht auf Verbesserungen hin prüfte.
Die Ablösung der bisher verputzten Massivbauten durch sichtbares Mauerwerk erforderte scharfkantige Ziegel bester Sorte und Arbeiter, die damit ansprechende Flächen setzen konnten.
Die bisher versteckt lebende Fuge trat gestaltend hervor: "... sauber ausgestrichen und mit einer eigenen Fugenkelle nach dem Lineal vertieft, womit das Werk noch mehr reguliert".
Die Wirkung der Fläche konnte durch die Farbe, Schatten oder Wülste fein gestaltet werden.
Bald kam in den Staats-, Eisenbahn- und Postbauten das Sichtmauerwerk durchgehend zum Einsatz.
Und so prägt neben den Verbänden, Formziegeln und Brandfarben die Mauerwerksfuge unser Bild von der märkischen Heimat entscheidend mit.

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