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Samstag, 11. Oktober 2008

Holzspalten


Eine ständige Sorge bei allen in Gebäuden verbauten Hölzern rührt vom Aussehen her. Wenn es Abweichungen von unseren Erwartungen an glatte, vollkantige Balken gibt, wachsen Sorgenfalten. Im Bestand scheint es erst hinnehmbar, aber bei jeder neuen Ansicht reckt und weitet sich der Riss. Im Traum rieselt dann schon mal das Innenleben ala Dali aus der Decke... Diesen albträumenden Kniff beherrschen auch Mauerrisse perfekt.
"Holz ist ein Naturprodukt!" brabbelt jeder Holzhänder und meint darin einen dreifachen Mehrwert verborgen: voll grün, planetenrettend und stofflich im Vollkreislauf. Wohl wahr und bei Neuholz sind heute sicher Schwundrisse zu erwarten. Aber seit 1934 gibt es keine Ausrede mehr für mangelnde Warenkenntnis beim Händler: Damals veröffentliche der Schweizer Hermann Knuchel den Klassiker "Holzfehler-Die Abweichungen von der normalen Beschaffenheit des Holzes". Wer mit Holz zu tun und nicht den Reprint im Tresen hat oder im Gespräch gar Unkenntnis durchblicken lässt ist ein Pfarrer ohne Bibel.
Früher gab der Zimmermann reichlich Reserveholz in den Bau, aus dieser Erfahrungsstatik heraus stehen all diese Bauten, die rechnerisch schon eingestürzt sein müssten. Die alten Bauhölzer waren zudem inhaltlich überlegen: Durch Wuchsdauer und forstliche Umsicht bei der Fällung war der Kernholzanteil deutlich grösser als bei heutigem Plantagenholz. Allein das Gewicht gibt darüber deutliche Auskunft.
Beim Holzkauf also den Finger in die Wunde, beim alten Holz kann man dem verblichenen Zimmermann vertrauen.

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