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Donnerstag, 24. Juli 2008

Kletternde Gärten


Bevor ich als "grünaugig und unkritisch" für die Bepflanzungspropaganda der Senkrechten gescholten werde: Ja, es gibt auch auf diesem Felde Sorgen, die mitwachsen und später, in der lichtgrauen Ferne als Problem vor einem aufspringen.
Vor allem die Gabe der Raumpioniere, dünne Tentakel als Kletterhilfe in die kleinen Ritzen der Höhe wachsen zu lassen, sorgt für Verstimmung. Denn so werden auch dunkle Dachräume durchwoben, die Pflanze tritt gern an der Dachoberfläche wieder aus und mit der Zeit erwachsen aus den blassen, dünnen Ranken armdicke Tauenden, die selbst schweren Bauteilen erfolgreich den Platz streitig machen. Auch Fassadenverkleidungen aller Materialien werden unterwandert und abgehebelt. Durch Laubfall und Ausscheidungen der Bewohner werden die Regenrinnen zuverlässig verstopft... kurz gesagt, die grünenden Gelichter müssen straff geführt werden, um nicht das Hausinnere auf Tiefseestimmung abzudimmen.
Ganz abzuraten ist vom Knöterich, der alle miesen Charakterzüge vereint und obendrauf sein wachsendes Gewicht allein auf wenige Punkte hängt.
Der Efeu bringt der Mauer ganzjährig Schutz, aber dass die Haftfüsse keinen Schaden hinterlassen? Wer einmal den Marschbefehl an diesen Klammerteppich überbringen sollte, kennt die Wahrheit: Nur mit Drahtbürste oder Flammenwerfer sind die Wurzeln zu bewegen, von den Verfärbungen ganz zu schweigen.
Bleibt der Wein, sittsam und auch optisch schmeichelnd, wobei: auch er kann ganze Verwaltungssitze unter seine Biomasse zwingen.
Also: gleich nach dem Einpflanzen mit Handschuh, Schere, Leiter den ersten Kontrollgang laufen.

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