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Montag, 14. Juli 2008

Gejagte Jäger



Wenn jemand etwas von Wohnungsuche versteht, dann die Insekten. Ob geflügelt oder nicht: jedes Jahr wird gefunden, gebohrt, instandbesetzt. Die alten Höhlen oder Nester werden aus Hygeniegründen gemieden, in jedem Mai wird die Kelle neu geschwungen. Klar von Vorteil ist es, wenn man sich in der WohnGruppe behelfen kann. Die Erdhöhlen der Gemeinen Wespen wollen grosszügig ausgegraben sein oder ein Hohlraum im Mauerwerk entdeckt und mit den Brutapparaten versehen werden. Grabwespen bringen es bei ihrer Heimschaffung, die Mörtelhaftung in Mauern grossflächig aufzuheben. Schön, falls man die Mauer abreissen will und kaum noch putzen muss, ansonsten ein ungeahnter Schaden.
Die Töpferwespe und die Kuckuckswespe tragen ihre Wohnvorlieben schon im Namen und auch die japanische Papiertürentechnik wird allenthalben kunstvoll zitiert. Ein feines Treiben und spannend zu beobachten.
Nur die Gemeine Wespe, welche sich so aggressiv und bedrohlich zeigt, dass alle Wespen hektisch bewedelt und verfolgt werden, hat auch einen echten Feind: den hochspezialisierten Wespenbussard. Der weilt für die viermonatige Aufzucht seiner Brut auch in Deutschland, um Wespen samt Wabeninhalt auszugraben und zu ernten. In der Not (nasskalte Sommer) frisst er aber keine Fliegen, sondern Frösche und Mäuse. Wer diesen Schrecken aller Erdwespen und Hummeln einmal dicht umschwärmt in der Erde gründeln sah, kann länger über die wundersamen Wege des absichtslosen Kreislaufes nachsinnen.

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