MB Kern Landhausberatung
Willkommen im LandhausLandhaus suchenLandhaus findenLandhaus bewertenLandhaus bewirtschaftenPreiseKontaktLandhausblog
 

Freitag, 4. April 2008

Ohne Moos was los


Wen es wundert, warum sich Wissenschaften im Zellteilungstakt verzweigen, muss jetzt auf seine Grünfläche schauen. Falls da ein sattgrünes Polster, durchstochen von vereinzelten Halmen, zurücklinst: noch ein Gebiet, auf dem die Botanik ahnt, vermutet, unterstellt und die Fremdwortdichte schlagartig erhöht: die Bryologie. Liegt es an den ausgefallenen Sexualvarianten dieser landgestützten Seealgen, an den bioziden Ausscheidungen oder der Keimhemmbeschleunigung? Nicht mal eine Ahnung. Warum auch, wo sich doch diese Grünwesen so sehr der Verwertung entzogen. Ausser als Windelersatz, Wundbedecker und Matratzenfüllung fiel dem Menschen nur die Verbrennung der vertorften Relikte ein.
Wenn es gilt einen naturfernen Rasen um sein Anwesen zu giessen, ja: da wird nach den Wissenden gerufen. Aber es kommen wieder nur Verkäufer: Vertikutiermaschinisten, Händler des chemischen Entsetzens, Rollrasenleger. Der Kampf Gräser versus Moos wird entschieden vom pH-Wert und dem daraus resultierenden Bodenleben. (Welche Bodenart haben Sie?) Wer manisch mäht, nur Ertrag von der Fläche karrt und nie etwas Nahrung für die Bodenorganismen zuführt, stresst das Gras. Hat das Moos Fuss gefasst, kann es ein Feuerwerk zünden, welches das Bodenklima dauerhaft zu seinen Gunsten verschiebt. Dann kann sich die Moosproduktion sehen lassen, beim Vertikutieren wird nur mehr Platz für mehr Moos geschaffen. Den pH- Wert im Boden aus dem sauren Bereich zu führen schafft nur der Bodendünger Kalk. Dieser Kalk muss aber im Boden eingebaut und nicht vom Regen weggespült werden. Also kleine Gaben auf den Boden, nicht auf die Vegetation. Ja, das dauert Jahre. Als gewendete Niederlage bleibt die Version Alpinarium mit fussschmeichelnden Moosbeeten. Nur echt mit der roten Liste.

Labels:

0 Kommentare:

Kommentar posten

Abonnieren Kommentare zum Post [Atom]

<< Startseite