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Sonntag, 4. Januar 2015

Sorgsam verstecktes Fachwerk


Unser Bild vom Fachwerk (als der vorherrschenden Bauweise unserer Vorbewohner) ist geprägt vom Anblick einer von Holz gegliederten Fassade. Aber dieser Wandaufbau hat entscheidende Nachteile: Das Holzskelett und die Materialien der Fachfüllungen reagieren verschieden auf die Bewitterung und lassen bald feine Ritzen aufscheinen, das Bauteil wird nie dicht. Bei Schlagregen (und jedes Haus hat eine stärker angegriffene Wetterseite) dringt die Feuchte regelmässig durch diese entstandenen Schlitze und auch eine Ziegelausfachung wird dabei durchnässt. Die Stirnseiten der Balken ziehen sich Feuchte durch die Kapillarwirkung ein und starten den Abbauprozess...
So wurden viele Hauswände aus guten Gründen (Wetterschutz, Mode, Brandschutz) verputzt oder mit Holz, Ziegeln oder Schiefer verkleidet.
Es ist vor einer Freilegung einer Fachwerkwand erstmal an einer Probefläche zu prüfen, wie die Wand erscheinen wird. Denn das Ausfachungsmaterial kann der direkten Wetterpeitsche nicht gewachsen sein und die Hölzer wurden eingekerbt oder mit Holzdollen oder Nägelchen aufgeraut, um den Putzbewurf Halt zu bieten.
Aber auch eine auf Sicht gebaute Wand kann durch den späteren Verputz auf den weichgebrannten Ziegel zu stark versiegelt worden sein. Eine Abtragung des stark haftenden Bewurfes zerstört dann die Backsteine und damit die Schutzwirkung der Oberfläche.
Sicher wird auch eine solch verfremdete Ansicht Freunde finden, wie alles was neu und ungesehen daher kommt. Die nötigen Schutzfunktionen der Wand aber sind geschwächt und den kommenden Jahrhunderten nicht mehr gewachsen.

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