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Donnerstag, 16. Februar 2012

Wir sagen: Sei einfach.


Bei der Übernahme eines alten Hauses ist es sicher von Vorteil, der ursprünglichen Gestalt nah zu sein. Also nicht erst Blendwerk und falsche Wände entfernt werden müssen, um prüfen zu können, wie die neue Nutzung in die alten Formen passen mag.
Deutlich treten alle späteren Applikationen hervor:
Die Wasserleitungen, welche den Gang zur Pumpe beendeten (und keck mit Zementmörtel in die Lehmwand gesteinigt wurden). Das elektrische Licht, welches auch ohne angestrebten Kommunismus die Lebenswelt umkrempelte und die Petroleumlampen zum Trödelstück erklärte. Auch hier wurde bei der Einarbeitung nicht der unmoderne Lehmdreck genommen und nicht selten eine moderne Krampfader an die Decke modelliert.
Die Stubenmalerei ist technisch noch vom Erstbezug und zeigt beharrlich Präsenz. Was ist die Welt schön und einfach ohne Raufaser und Dämmtapete und der Maler noch kein Acrylnahtzieher. Diese Einfachheit ist nach einem Menschenalter zu studieren, um Mut zu fassen, auch ohne bauchemische Helferlein seine Stube zu gestalten und nicht alle fünf Jahre von einer neuen Mode sich schütteln zu lassen.
Die entfernte Zwischenwand entpuppte sich nicht als erwartete Fachwerkwand, sondern wurde aus Biberschwanzziegeln (Abfall aus der Ziegelei? Selbst geborgen?) mit Lehm gesetzt: Das billigste Material gewann. Die Arbeitszeit war vor 140 Jahren auch in Deutschland nachrangig, denn mithelfen mussten alle, die noch Hände hatten und sie bewegen konnten.
Wie es sich englische Traditionsschneider in den Kragen nähten: "We say be simple".

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